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Abrechnung·21. Apr 2026·4 Min. Lesezeit

DATEV-Export für Handwerker: Was der Steuerberater wirklich braucht

Dein Steuerberater will keine PDFs. Er will DATEV-XML. Wer das nicht liefert, zahlt ein halbes Jahresgehalt fürs Abtippen. Die Felder, die zählen.

Jeder kleine Handwerksbetrieb in Deutschland hat irgendwann denselben Schlüsselmoment: der Steuerberater ruft an und sagt, „schick mir die Rechnungen bitte in DATEV". Wenn man noch nie darüber nachgedacht hat, klingt das harmlos — in der Realität entscheidet genau diese Frage, ob man für die Buchhaltung 1.200 € oder 4.000 € im Jahr zahlt.

Was DATEV eigentlich ist

DATEV ist eine Genossenschaft, und im Handwerker-Alltag meint der Begriff zwei Dinge: die Software, die dein Steuerberater nutzt (DATEV Kanzlei-Rechnungswesen), und das XML-Format, mit dem Belege in diese Software hineinkommen (offiziell: DATEV Format Rechnungsausgang / DATEV Belegbilder Format oder via DATEVconnect online-API).

Wichtig: der Steuerberater tippt nicht ab. Entweder er bekommt die Daten strukturiert (dann Haken dran in 30 Sekunden) oder er lässt eine Buchhaltungskraft die PDFs abtippen — und das ist teuer. Zehn Rechnungen pro Monat × zwei Minuten × 60 €/h × zwölf Monate = 240 € pro Jahr nur fürs Abtippen. Wer hundert Rechnungen hat, zahlt 2.400 €. Unnötig.

Die Felder, die DATEV pro Rechnung braucht

  1. Belegnummer (deine Rechnungsnummer)
  2. Belegdatum (Rechnungsdatum, ISO oder DE-Format)
  3. Leistungszeitraum oder Leistungsdatum — wichtig für die Umsatzsteuer-Voranmeldung
  4. Nettobetrag je Steuersatz (7 % / 19 %) und Umsatzsteuer separat
  5. Kundendaten (Name, Adresse) ODER bei Dauerkunden die hinterlegte Debitorennummer
  6. Kontierungsvorschlag (SKR03/04 Sachkonto) — optional, aber der Steuerberater dankt
  7. Lohnanteil getrennt ausweisen — für § 35a-Rechnungen sonst nochmal Nacharbeit

Was bei Baustellenwerk geplant ist

DATEV-XML-Export ist als Feature im Business-Tarif vorgesehen — eine einzige Datei pro Monat, die dein Steuerberater direkt importiert. Bis dahin: alle Rechnungen lassen sich als CSV oder als PDF-Sammlung exportieren, und der Lohnanteil ist bereits korrekt ausgewiesen. Wer es eilig hat, kann die CSV auch per Excel in ein von DATEV akzeptiertes Mapping überführen — das Template gibt der Steuerberater meistens aus.

Ich war Jahre lang der Kunde mit den schönsten PDFs — und der höchsten Rechnung vom Steuerberater. Seit wir strukturiert exportieren, ist die Jahres-Endabrechnung um 60 Prozent günstiger."
Beta-Kunde, Malerbetrieb Hamburg

Drei Fehler, die alle machen

  • Alles auf ein Sachkonto buchen. Wareneinsatz, Fremdleistung, Lohn — das sind drei verschiedene Konten. Wer alles auf 4400 „Wareneingang" bucht, verschenkt die Margen-Auswertung.
  • Leistungszeitraum vergessen. Wenn Rechnung im Januar, Leistung aber im Dezember erbracht wurde, kommt die USt in die alte Voranmeldung. Steuerberater korrigiert das — kostet Zeit.
  • Kundendaten inkonsistent. „Müller GmbH" und „Mueller GmbH" und „MÜLLER GMBH" sind für DATEV drei verschiedene Debitoren. Am Ende stehen drei Mahn-Konten für denselben Kunden.
Rechnungen strukturiert exportieren statt abtippen lassen.
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